Carla Froitzheim

Es gibt Gemälde – und es gibt bildhafte Darstellungen; oder sagt man in diesem Fall nicht noch viel treffender: FormFarbFlächen mit inspirierender Suggestitionskraft, die gemäldegleich emotionalisierende Stimmungen schaffen.

Carla Froitzheim wählt nämlich für ihre Leinwandwerke Motive, die man gemeinhin gar nicht als solche vermuten würde. So kodiert sie Worte, die ihr von Bedeutung scheinen, in QR-Codes; jene Quadratgitter, die gemeinhin vom Mobilgerät eingelesen und allerlei Daten und Befehle transportieren können. Ausschnitte dieses Codes – „es ist eine vollwertige Sprache“ – appliziert sie mit verschiedensten Materialien auf eine Leinwand, nicht ohne diese vorher nach tradierter Malerweise mit farbszenischen Hintergründen versehen zu haben. Ein Vexierspiel: In der klaren analytischen Form spiegeln sich die Emotionen der Worte; Sinngehalt und Bedeutung sprachlicher Kodierungen wechseln in andere Formalformen – die Kunst besteht eben auch aus der Transformation in andere Aggregatzustände. „programmatic art“ – Inhalte, wohlbekannt, in anderen Sprachen programmiert.

Darüber hinaus liebt Carla Froitzheim das Fotografieren von lost places – vielleicht basierend auf einem anderen Hobby, Geocaching. Da muss man immer Schätze finden, wo sie keiner vermutet. Wie in ihren Bildern.

Portrait: © Foto Schatz, Langenfeld
Fotos der Kunstwerke: © Carla Froitzheim